Poetry Slam II
mit "Die Landkulturschaffenden Südwest e.V.”
Der Dichter:innen-Wettstreits kommt zurück nach Sulz
Wie im letzten Jahr, habt ihr die Möglichkeit mitzumachen. Einfach per Mail bis zum 02. Juni 2025 anmelden: kommunikation@kulturhaus-sulz.de
Ein Poetry Slam ist eine Art literarischer Wettbewerb und kann als “Dichtschlacht” übersetzt werden. Es werden selbstgeschriebene Texte innerhalb einer bestimmten Zeit vorgetragen. Im Anschluss bestimmen die Zuhörer:innen, wer den besten “Slam” abgeliefert hat. Kriterien sind dabei sowohl die selbst verfassten Texte als auch die Darbietung derer.
Ohne festen Eintritt, Spenden sind erwünscht. Sie sind für den Erhalt der Halle notwendig.
Die Slammer:innen: Thomas Ring Stuttgart - Georg Felsberg Karlsruhe – Semolina Laudau/Pf. – Gusto Herxheim/Pf. – Thon Gondelsheim – Don E.steban Bitburg - Therese Degen Stuttgart - Ulla Klomp Waldkirch ... und Rolf Suter Weingarten/Baden (Slammaster)
Therese Degen stand 2018 das erste Mal auf einer Slam-Bühne und fing direkt Feuer für das Format und seine Möglichkeiten. Besonders interessiert sie sich dafür, dass trotz und neben der Professionalisierung Bühnen existieren, die sich als (interdisziplinäres) Experimentierfeld betrachten.
Sie will gerne helfen, die Kunst an „ungewöhnliche“ Orte zu bringen. Degens Texte sind meist eher lustig und unkonventionell, sie wandte sich aber in der letzten Zeit verstärkt auch ernsteren Themen zugewandt. Aktuell beschäftigt sie sich durch eine Qualifizierung im Bereich Community Dance intensiv mit Ideen und Methoden der Co-Kreation und lernte einiges über Kunst/Performance im öffentlichen Raum. Als Teil der Landkulturschaffenden Südwest kann sie sich besonders gut vorstellen, Projekte zu realisieren oder zu unterstützen, die sich in den genannten Feldern bewegen.
Rolf Suter trägt als gebürtiger Schweizer und mit 16 Jahren gewordener Deutscher mindestens 2 Seelen in seiner Brust, soviel Platz muss neben dem großen Herzen sein. Seit einem halben Leben wohnt der 62-jährige in Weingarten(Baden). Im Herbst 2023 gründete er die Landkulturschaffenden Südwest und organisiert seitdem Poetry Slams in Gefängnissen und Lesungen in schnuckeligen Cafes. Siehe: dlks.eu
Im Juli 2012 bot ihm das KOHI in Karlsruhe die erste (Poetry Slam) Bühne, etwa 400 Auftritte folgten bis Ende 2024.
Einem Text eigene Note geben, einen besonderen Duft verleihen, ihn so gestalten, dass Hörende eigene Filme daraus entwickeln und mitreisen … darum geht es Rolf Suter. Ob humoristisch oder nachdenklich, Wortspiel oder Storytelling, ein Lieblingsgenre kennt er nicht.
Gern konterkariert Suter auf Veranstaltungen. Droht eine Überdosis Ernst oder Humor, setzt er spontan einen Kontrapunkt und lässt genüsslich die Stimmung kippen.
Semolina ist seit 2015 auf Poetry Slams und Lesebühnen unterwegs.
Sie mag es, mit Worten zu spielen und zu experimentieren. Poesie ist für sie eintauchen in eine Welt, in der alles möglich ist und der Fantasie keine Grenzen auferlegt sind. Sie steht gerne auf der Bühne und genießt es, wenn sie spüren kann, dass ihre Worte Menschen erreichen und diese sich unterhalten fühlten oder auch nur für einen Moment in eine andere Welt eintauchen konnten.
Möge es noch lange möglich sein, Worte auf Bühnen präsentieren zu dürfen, denn Worte können Balsam sein, auch für mich.
Worte können erfreuen, zum Lachen bringen, aufrütteln, trösten und vieles mehr. Ihre Liebe zum geschriebenen und gesprochenen Wort spiegelten sich nicht nur auf Bühnen wieder. Auch als Trauerrednerin und Beraterin begleitet sie Menschen mit guten Worten.
www.gut-begleitet-anjavocke.de.
Sein Name ist Thomas Ring, ich bin Jahrgang 1960. Das kann ich mir besser merken als mein Alter, das sich gefühlt jährlich sprunghaft ändert.
Man soll das Publikum dort abholen, wo es ist. Er geht gerne einen Schritt weiter und bringt das Publikum dorthin, wo er sich häufig bewegt… an den Rand des Wahnsinns.
Aufgewachsen in den Spargelfeldern Nordbadens, verschlug es Ring schon Mitte der achtziger Jahre in die Weinberge Stuttgarts. Als Spätberufener fand er erst 2015 Zugang zu Poetry Slam und anderen Formaten der Kleinkunst im Weindunst.
Seither ist er immer wieder mal im Ländle unterwegs, gewissermaßen als Quartals- Slammer und freut sich auf die Begegnungen mit Jung und Alt. Dabei stellt er immer wieder fest, dass der Poet im eigenen Land durchaus etwas gilt. Er präsentiere skurrile Geschichten, liebt den gepflegten Nonsens und ergötzt sich am gheystreychen Whortspyihl.
Und wenn er dann irgendwann nachts von einem gediegenen Slam heimkommt und noch ein bisschen durch die Comedy- und Kabarett-Sendungen zappt, dann stellt er zufrieden fest: War doch ein guter Tag. Wer morgens zerknittert aufsteht, kann sich abends am besten entfalten.
Hier geht’s zum Rückblick ins letzte Jahr.